[[Bild:kaltwalzen von Profilenwalz-prof2014.jpg|thumb|right|250x250px]]
Walzprofilieren oder Kaltwalzen von Profilen ist ein Biegeverfahren,
mit dem sich Bänder zu Profilen umformen lassen (z.B. Türrahmenprofile).
Querschnitte auf diese Weise hergestellt werden.
Zu jedem Profilquerschnitt ist ein eigener Werkzeugsatz (Rollensatz) erforderlich.
=== '''Formpressen mit Grat''' ===
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Als Anhaltswert dafür, ob sich ein Werkstoff durch Formpressen leichter oder schwerer
bearbeiten lässt, kann die so genannte „Formbarkeit“ dienen. Sie macht eine Aussage
über ertragbare Formänderungen ohne Bruch, ferner über Fließspannungen und Umformungstemperatur.
Als Anhaltswert dafür, ob sich ein Werkstoff durch Formpressen leichter oder schwerer bearbeiten lässt, kann die so genannte „Formbarkeit“ dienen. Sie macht eine Aussage über ertragbare Formänderungen ohne Bruch, ferner über Fließspannungen und Umformungstemperatur. Beim Gesenkformen mit Grat wird mit Werkstoffüberschuss gearbeitet, d.h., das Volumen des fertigen Werkstückes ist kleiner als das Volumen des Ausgangs-Werkstoffes. Der überschüssige Werkstoff muss aus der sich schließenden Hohlform austreten können. Zu diesem Zweck ist um die Hohlform eine Gratbahn und eine Gratfurche eingearbeitet( Bild Gratbahn und Gratfurche).
Gratbahn und Gratfurche sind mit großer Sorgfalt zu gestalten. Wichtig ist dabei das Gratbahnverhältnis d.h. Gratbahnbreite zu Gratbahndicke, da es Einfluss auf die Steighöhe des Werkstoffes im Gesenk und den bei der Umformung entstehenden Spannungen besitzt( Bild Gratbahnverhältnis). Bei zu großer Belastung besteht die Gefahr des Werkzeugbruches.
Das Bild zeigt die Abhängigkeit der Spannung δD (Druckspannung), Steighöhe und der Umformkraft vom Gratbahnverhältnis für den Werkstoff C15 bei einer Umformtemperatur von 1100°C. Dabei zeigt sich, dass bei zunehmendem Gratbahnverhältnis die Umformkraft und die Spannung erheblich steigen, während die Steighöhe des Werkstoffes im Gesenk nur wenig zunimmt.