Brennstoffzelle

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Version vom 23. Juni 2008, 12:53 Uhr von Dg (Diskussion | Beiträge) (Zukunftstechnik Brennstoffzelle?)
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Brennstoffzelle
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Treibhauseffekt Elektrolyse

Zukunftstechnik Brennstoffzelle?

Bereits im Jahre 1839 wurde der Grundstein für die heutige Brennstoffzellentechnik gelegt. Doch die zivile Nutzung der Brennstoffzelle wurde erst in den letzten Jahren interessant, da sie hinsichtlich des Treibhauseffektes eine umweltfreundliche Alternative zur Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl darstellt.

Ihre Vorteile sind:

  • Wasserstoff als Brennstoff ist aus Wasser herstellbar, das sozusagen unbegrenzt zur Verfügung steht.
  • Als Endprodukt entsteht wiederum nur Wasser.
  • Die Brennstoffzelle arbeitet geräuschlos und in Bezug auf ** emissionsfrei.
  • Es erfolgt eine direkte Umwandlung chemischer Energie in elektrische Energie, ohne Umwege über Wärme- und mechanische Energie.
  • Die Brennstoffzelle unterliegt keinem mechanischen Verschleiß, da in der Zelle keine beweglichen Teile zum Einsatz kommen.
  • Der elektrische Wirkungsgrad kann bis zu 60 % betragen.
  • Die Brennstoffzelle benötigt keine Ladezeiten. Bei Zufuhr von Wasserstoff und Sauerstoff liefert sie sofort eine Spannung.

Ihr Nachteil:

  • Wasserstoff als Brennstoff muss erst unter Energieaufwand erzeugt werden und ist damit kein auf der Erde vorhandener Primärenergieträger.

Aufbau und Funktion der PEM-Brennstoffzelle

PEM-Brennstoffzelle
FuelCellAnimation.gif

Brennstoffzellen sind sehr einfach aufgebaut: Die eigentliche Zelle besteht aus drei übereinander liegenden Schichten: Zwei gasführende Platten-Elektroden aus Platin und ein dazwischen liegender Feststoff-Elektrolyt.

Das Platin als Elektrodenmaterial wirkt gleichzeitig als Katalysator und ermöglicht den folgenden elektrochemischen Vorgang:

Befindet sich an der Anode Wasserstoff und an der Kathode Sauerstoff, wird Wasserstoff unter Abgabe von Elektronen in Wasserstoff-Ionen, also Protonen gespalten. Diese H+-Ionen wandern durch den für sie durchlässigen Elektrolyten zur Kathode und oxidieren mit Sauerstoff zu Wasser.

Verbindet man nun die beiden Elektroden mit einem elektrischen Leiter, so wandern die Elektronen durch diesen von der Anode zur Kathode: es fließt ein nutzbarer, elektrischer Strom.

Da eine einzelne Zelle nur eine sehr geringe Spannung erzeugt, werden je nach benötigter Spannung einzelne Zellen in Reihe geschaltet, d. h. aufeinander gestapelt. Solch ein Stapel nennt sich "Stack".

bzelle2.gif stack.gif Stack

Modell Wasserstofftechnologie

Modellanlage Wasserstofftechnologie mit Brennstoffzelle
Skizze: Miriam de la Cruz, FOS-G
Modell Wasserstofftechnologie.jpg Die PEM-Brennstoffzelle ist das "Herzstück" unserer Modellanlage zur Veranschaulichung von Wasserstofftechnologie in E26

Aufbau und Funktion findest Du auf der Herstellerseite von H-Tec eingehend erläutert.

Brennstoffzellen in der Fahrzeugtechnik

Wissenschaftler und Ingenieure entwickelten zu Beginn der 90er Jahre verschiedene neue Konzepte und Technologien, mit denen es gelang, die Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Inzwischen reichen die Einsatzmöglichkeiten bishin zu Fahrzeugantrieben mit mehreren 100 kW Leistung.

FuelCellBus_361.jpg
Bus der Hamburger Hochbahn mit Brennstoffzellenantrieb (DaimlerChrysler).


Weitere Informationen als PDF-Dateien zum Download:

Brennstoffzellen-Heizgerät der Fa. Vaillant

Brennstoffzellen in der Haustechnik

Die Firma Vaillant entwickelt ein Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH), das bis zu 50% weniger CO2 erzeugt und etwa 25% weniger Primärenergie benötigt, um im Vergleich zu heutiger Technik die gleiche Menge an Heizwärme und elektrischem Strom in einem Mehrfamilienhaus bereitzustellen. Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz bei wirtschaftlicher Verwendung wertvoller Ressourcen.

Im Chemiebuch ...
findest Du weitere Informationen
zum Thema Brennstoffzelle:
Chemie FOS-T

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Chemie heute

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164

Elemente Chemie

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Weblinks