Nietverbindungen gelten in den Berechnungsvorschriften als Scher-Lochleibungs-Passivverbindungen -ö [[SLP-Verbindungen]].
Schwieriger als bei ebenen Flächen sind die Pressungsverhältnisse an der Oberfläche eines zylindrischen Nietschaftes.
Die Flächenpressung ist in Belastungsrichtung am größten (''p'' <sub>''max''</sub>) und nimmt nach den Seiten hin bis auf Null ab. Vereinfacht betrachtet rechnet man mit einem [[Mittelwert]] ''p'' der <u>Flächenpressung</u>. Dazu denkt man sich die [[Kraft]] ''F'' gleichmäßig über die projizierte Fläche ''A <sub>proj</sub>'' des Niet verteilt.[[Bild:Aproj1.jpg|thumb|''Abb.2.5.'']][[Bild:Aproj.JPG]] ''Abb.2.3.''
Die Flächenpressung (siehe [[Tabellenbuch| TAB]] S. 45) am Nietschaft wird ''<u>Lochleibungsdruck</u>'' σ<sub>l</sub> genannt. Er ist abhängig von der aufzunehmenden Kraft ''F'', von der projizierten Schaftfläche ''A <sub>proj</sub> = d<sub>1</sub>s'' eines Nietes.
[[Bild:Flächenpressung.jpg]]''Abb.2.4.''
Ein wichtiger Begriff ist die Schnittigkeit, die die Anzahl der auf Scherung beanspruchten Nietquerschnitte angibt. Anzustreben sind zweischnittige Nietverbindungen.