Eine effektive Messung soll bei Licht der [[Wellenlänge]] durchgeführt werden, bei der die Absorption der Probe ihr Maximum hat. Liegt keine Empfehlung einer idealen Wellenlänge für die nachzuweisende Substanz vor, muss diese Information in einem Vorversuch ermittelt werden.
* '''Wenn es schnell gehen muss''', kann man die ideale Wellenlänge durch deren Komplementärfarbe abschätzen. Geignet ist die [[Licht]]farbe, die im Farbkreis der Probenfarbe gegenüberliegt, also z. B. gelb - blau (Bild). Die jeweils eingestellte Farbe kann sichtbar gemacht werden, indem man eine weiße Karte in den Lichtweg des Gerätes hält. Es zeigt zum Beispiel, dass bei 450 nm ein blaues Licht entsteht oder bei 650 nm ein rotes.<br />Wenn die Komplementärfarbe grob ermittelt wurde, geht man in 10 nm-Schritten mit der Wellenlänge auf oder ab, bis sich der maximale Extinktionswert einstellt.
* '''Wenn man Zeit und Muße hat''', leitet man die ideale Wellenlänge aus dem ''Absorptionsspektrum'' (siehe unten) einer Chemikalie ab, d. h. der Absorptionsgrad α in % wird für eine sinnvolle Konzentration bei verschiedenen Wellenlängen bestimmt. Sofern das Gerät die Möglichkeit bietet, kann alternativ zum Absorptionsgrad gleich die Extinktion bestimmt werden.
Für die nachfolgende Versuchsreihe wird die Wellenlänge gewählt, bei der der höchste Absorptionsgrad bestimmt wurde.
* Beispiel: Das Bild zeigt des Absorptionsspektrum des Indikators Kongorot im pH-Bereich > 6. Bei einer Konzentration von 0,01% zeigt sich die max. Extinktion bei ca. 500 nm, die beim Erstellen einer Extinktionsgeraden bzw. Konzentrationsmessungen verwendet werden sollte.