Röntgen ist die Einheit der Ionendosis. Kurzzeichen: R. Die Ionendosis
von 1 Röntgen liegt vor, wenn durch Gamma- oder Röntgenstrahlung in 1 cm^3
==Geschichte==
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Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg die unsichtbaren Strahlen. Ausgehend von dieser Entdeckung entwickelte Carl Heinrich Florenz Müller gemeinsam mit Ärzten die erste wassergekühlte Anode.Seit über 100 Jahren ist "Röntgen" in Form der Röntgendurchleuchtung und <br />Röntgenaufnahme die Grundlage vieler medizinischer Untersuchungen. <br />Moderne medizinische Diagnoseverfahren wie Computertomographie,<br /> Emissions-Computertomographie, Magnetresonanztomographie, <br />Sonographie und Subtraktionsangiographie basieren letztlich <br />auf Entwicklungen der röntgenologischen Bildverarbeitung.
(1845-1923)
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==Erzeugung der Röntgenstrahlung==
(Bewegungs-) Energie in
Röntgenstrahlung zu etwa 1 % und Wärme (zu etwa 99 %) umgewandelt.
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===Röntgenröhre===
Kathode und Anode, in dem die Röntgenstrahlung erzeugt wird. Das Vakuum der
Röntgenröhre ist ein Hochvakuum in dem ein Luftdruck von nur 10^-5 mbar herrscht.
====Anode====
Wenn zwischen Kathode (negativ) und Anode (positiv) Hochspannung anliegt, werden die
Elektronen in Richtung auf die Anode beschleunigt und treffen dort mit hoher Geschwindigkeit
Drehanodenröhren. Durch die Rotation der Anode wird die Erwärmung auf eine größere
Fläche verteilt als bei Festanodenröhren.
====Kathode====
Die Kathode ist die Quelle der Elektronen. Diese werden vom G1ühfaden emittiert. Zur
Fokussierung der Elektronen, d.h. zur Bildung eines scharf begrenzen Brennnflecks auf der
Röntgenröhre. Die Heizleistung bestimmt also die Größe des Röhrenstroms und damit die
Quantität (Dosisleistung) der Röntgenstrahlung.
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==Anwendungen==
===Medizin===
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Eine Untersuchung mittels Röntgenstrahlen wird hauptsächlich im Rahmen der medizinischen Diagnostik durchgeführt. Bei Verdacht auf Knochenbrüche, Krebserkrankungen, Fremdkörper oder Anomalien im Gefäßsystem des Menschen kann eine Röntgen-Untersuchung einen ersten Hinweis liefern oder bereits eine deutliche Diagnose ermöglichen. Im Prinzip kann jede Region des Körpers geröntgt werden, wobei die Qualität und Aussagekraft des jeweiligen Bilds stark von der Dichte des untersuchten Gewebes abhängt. Die korrekte Ausrichtung von zu untersuchendem Organ und Röntgengerät spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Qualität des Bilds.
===Materialprüfung===
Die radiologische Prüfung findet dann Anwendung, wenn es gilt, makroskopische Fehler im Inneren der Werkstücke, wie Lunker, Gasblasen, Bindefehler an Schweißnähten u. a., festzuhalten. Das Verfahren ermöglicht die genaue Lage und Ausdehnung des Fehlers zu bestimmen und fotografisch festzuhalten. Röntgenstrahlung unterscheidet sich vom vom sichtbaren Licht durch ihre wesentliche Kürzere Wellenlänge und damit verbundendurch höhere Quantenenergie, die eine Durchdringung fester Stoffe ermöglicht. Die Strahlung wird dabei geschwächt. Kurzwellige, d.h. harte Strahlen sind durchdringungsfähiger als langwellige weiche Strahlen. Deshalb lassen sich mit Gammastrahlung (harte Strahlen) dickere Werkstücke durchstrahlen. Die Größe der auf der Rückseite des durchstrahlten Werkstückes austretenden Strahlung ist abhängig von:<br />
1. der Dicke<br />
3. der Art des Werkstoffes<br />
Metallische Werkstoffe mit hoher Ordnungszahl sind deshalb nur gering durchstrahlbar (Blei, Wolfram). Die maximal durchstrahlbare Dicke von Eisenwerkstoffen beträgt mit Gammastrahlung 200mm, mit Röntgenstrahlung 100mm. Prüftechnik und Aufnahmeprinzip sind bei Röntgen- und Gammaprüfung identisch. Die aus dem Prüfling austretende, geschwächte Strahlung trifft auf eine doppelt beschichtete Filmfolie und die Imtensitätsunterschiede der ausgetretenen Strahlung setzen sich in Schwärzungsunterschiede des Films um. Das Auflösungsvermögen wird mit Drähten definierter Dicke oder Stufenkeilen ermittelt.
====Qualitätssicherung====
===Sicherheit===
Schon seit geraumer Zeit wird die Röntgentechnologie auch in Gepäckscannern an Flughäfen eingesetzt um die gefahr eines bombenanschlages zu verringern. Neuer sind da die Ganzkörper-Röntgen-Scanner die den ganzen Menschen abscannt und alles was er bei sich trägt.<br /> Auch Das röntgen ganzer Lkw`s ist möglich, um ladungen zu überprüfen.[[Bild:truckröntgen.jpg|800px|center]]
==Gefahren==
Die Röntgenstrahlung wirkt auf den Menschen schädigend ein, indem Gewebe -und damit auch Organe- irreversibel verändert, wenn nicht zerstört werden. Auch das Blut kann geschädigt werden. Verheerend ist die krebserregende und erbgutschädigende Wirkung, wobei sich die einzelnen, im Laufe des Lebens erhaltenen Strahleneinwirkungen (Strahlendosen) addieren und sich nach dem heutigen Stand der Medizin nicht beseitigen lassen. Grundsätzliche Maßnahmen für den Strahlenschutz sind:<br />
1. möglichst großer Abstand von der Strahlenquelle<br />