Beim Tiefschleifen wählt man eine kleine Vorschubgeschwindigkeit und eine große Schnitttiefe. Durch die große Kontaktlänge entsteht hohe Schleifwärme, die man durch größeren Überflutung (KSS) des Werkstückes abführt. Es werden bei diesem Verfahren weiche Schleifscheiben eingesetzt.
== Rundschleifen ==
• Außen-Rundschleifen
- Außen-Längsrundschleifen
- Außen-Querrundschleifen
• Innen-Rundschleifen
1. Außen-Rundschleifen
Das typische für Außenrundschleifen sind sehr kurze Kontaktlängen zwischen Werkstück und Schleifscheibe. Dadurch wird wenig Wärme in die Randzone eingebracht, die Spanaufnahme durch die Porenräume und Kühlung sind besonders günstig
1.1 Außen-Längsrundschleifen
Beim Außen-Längsrundschleifen wird das Werkstück über den Längsvorschub an der Schleifscheibe entlanggeführt. Die Schleifscheibe sollte bei durchgehenden zylindrischen Werkstücken immer etwas überlaufen. Damit das Werkstück nicht unter den entstehenden Schleifkräften weg biegt, muss man sie durch Setzstöcke abstützen.
• Längsvorschub beim Vorschleifen: 2/3 – 3/4
Scheibenbreite,
• und beim Fertigschleifen: 1/4 - 1/3 Scheibenbreite
betragen.
1.2 Außen-Querrundschleifen( Einstechschleifen)
Die Schleifscheibe wird bis zum Erreichen des Fertigmaßes stätig zugestellt. Die Schleifscheibenbreite sollte etwas breiter als die zu bearbeitende Fläche ausgewählt werden. Es entstehen hohe Schleif-kräfte.
2. Innen-Rundschleifen
Beim Innen-Rundschleifen kommt es zu großen Kontaktlängen zwischen Schleifkörper und Werk-stück, das zum Vollpressen der Spankammern führt. Es dürfen keine großen Schleifkräfte auf das Werkstück und der Schleifspindel wirken. Die Zustellung und Schiebenbreite sollte möglichst klein sein.