Ertragreichste Erze, aus denen heute Titan gewonnen wird, sind in erster Linie „Rutil“ mit 95% und „Ilminit“ mit 40-60% Titanoxid.
Die Titanerze werden vorerst von ihren Verunreinigungen befreit. Durch einen chemischen Produktionsprozess wird der so genannte „Titanschwamm“ gewonnen, der in einem Mahlwerk zerkleinert wird. Anschließend wird der Titanschwamm durch [[Säuren]] noch gereinigt. Unter Zusatz von [[Legierung]]selementen wird der gemahlene Titanschwamm bei einem [[Druck]] von 300 N/mm² zu Stangen verpresst. Diesen Presslingen kann bis zu 30% Titanschrott zugesetzt werden. Unter Argonschutzgas [[Argon]]schutzgas werden dann mehrere dieser Stangen zusammengeschweißt. Sie bilden die Abschmelzelektrode.
Diese Elektrode wird dann im Vakuum-Lichtbogenofen verschmolzen. Zwecks besserer Entgasung und Erzielung einer homogenen Legierungsverteilung wird der Titanblock noch einmal umgeschmolzen.
Titan zählt mit seiner [[Dichte]] noch zur Gruppe der Leichtmetalle. Bauteile, die keiner hohen mechanischen Beanspruchung unterliegen, können kurzfristig 1650 °C aushalten.
Titan hat einen außergewöhnlichen hohen Wärmewiderstand und leitet etwa 12-mal so wenig Wärme durch sich hindurch wie [[Aluminium]].
Der elektrische Widerstand von Titan ist ebenfalls sehr hoch und liegt bei 1,8 m/Ωmm², im Vergleich dazu [[Aluminium ]] = 33,3 m/Ωmm².
Die [[Zugfestigkeit ]] von Titan erstreckt sich je nach [[Legierung ]] und Gefügezustand von 250 N/mm² bis 1.315 N/mm².
Die [[Elastizitätsgrenze ]] fällt oberhalb von 400°C stark ab.
Titan hat eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit, bei Temperaturen über 300 °C tritt jedoch eine hohe [[Sauerstoff]]-, [[Wasserstoff]]-, [[Stickstoff]]- oder [[Kohlenstoff]]aufnahme ein, die bei einer längeren Einwirkzeit das Titan durchgehend hart, brüchig oder spröde macht. Die hohe Affinität zu den vorgenannten Gasen gestattet eine gezielte Oberflächenhärtung durch Aufkohlen oder Aufsticken bei niedriger Temperatur bis 0,005 mm Tiefe.