[[Kategorie:Chemie]]
===Eisennachweise mit Hexacyanoferraten===
[[Bild:Kaliumhexacyanoferrat(II).JPG|200px|right|thumb|Kaliumhexacyanoferrat(II)]]
Die <math>\mathrm{Fe^{2\operatorname{+}}}</math>-Ionen lassen sich mit [[Rotes Blutlaugensalz|rotem Blutlaugensalz]] nachweisen:
<math>\mathrm{3\,Fe^{2\operatorname{+}} + 2\,K_3\left[Fe(CN)_6\right]_{(aq)} \longrightarrow Fe_3\left[Fe(CN)_6\right]_2 + 6\,K^{\operatorname{+}}}</math>
Das Produkt trägt den Namen [[Turnbulls Blau]] - Es läuft keine [[Komplexbildungsreaktion]] ab, sondern lediglich ein Ionenaustausch ([[Fällungsreaktion]]).
<math>\mathrm{Fe^{3\operatorname{+}}}</math>-Ionen lassen sich mit [[Gelbes Blutlaugensalz|gelbem Blutlaugensalz]] nachweisen:
<math>\mathrm{4\,Fe^{3\operatorname{+}} + 3\,K_4[Fe(CN)_6]_{(aq)} \longrightarrow Fe_4[Fe(CN)_6]_3 + 12\,K^{\operatorname{+}}}</math>
Bei dieser Nachweisreaktion entsteht [[Berliner Blau]], ein wichtiger Farbstoff.
Die Fe<sup>2+</sup>- beziehungsweise Fe<sup>3+</sup>-Ionen können also als lösliches, beziehungsweise unlösliches [[Berliner Blau|Berliner- /Turnbulls Blau]] mit Hilfe von [[Kaliumhexacyanoferrat]]-(II/III) (bei 2+ III benutzen und bei 3+ II benutzen) nachgewiesen werden.
 
Es ist bemerkenswert, dass dieses bekannte Eisennachweisreagenz selbst Eisen enthält, welches durch die Cyanidionen chemisch gut maskiert wird (Innerorbitalkomplex) und somit Grenzen der Analytik aufzeigt.
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Kaliumhexacyanoferrat

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/* Eisennachweise mit Hexacyanoferraten */
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