Zuletzt geändert am 1. Februar 2012 um 22:31

Unterpulverschweißen

Das Unterpulverschweißen ist ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem der Schweißlichtbogen zwischen dem Drahtelektrodenwerkstoff und dem zu schweißenden Werkstück brennt. Die Besonderheit des Verfahrens ist, daß der Schweißlichtbogen durch ein körniges Pulver abgedeckt wird. Als Schweißzusätze dienen Draht- oder Bandelektroden und ein Schweißpulver.

Die Draht- oder Bandelektrode wird durch ein Vorschubsystem zur Schweißstelle gefördert. Das Schweißpulver gelangt aus einem Vorratsbehälter über einen Schlauch durch Schwerkraft oder durch ein Druckluftfördersystem ebenfalls zur Schweißstelle und deckt dadurch den Schweißlichtbogen gegen schädliche Einflüsse der Atmosphäre ab. Ein Stromkontaktrohr überträgt den Schweißstrom unmittelbar über der Schweißstelle auf die Elektrode.

Dadurch wird eine hohe Strombelastbarkeit und eine hohe Abschmelzleistung sowie eine große Variationsmöglichkeit der Schweißdaten ermöglicht. Der Schweißlichtbogen brennt in einer mit Gasen und Dämpfen gefüllten Kaverne, die mit schmelzflüssiger Schlacke aus dem aufgeschmolzenen Schweißpulver umgeben ist. Die Wirkung ist mit der des Schutzgases beim Schutzgasschweißen vergleichbar.

Das UP-Schweißen kann in verschiedenen Verfahrensvarianten angewendet werden, um bestimmte, insbesondere leistungssteigernde Effekte zu erzielen.


--Anthony