Zuletzt geändert am 19. April 2010 um 20:32

Mercedes Benz

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Karl Friedrich Benz

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Er lebte von 1844 bis 1929.Verheiratet war mit Bertha und hatte mit ihr 5 Kinder. Nach dem Abitur studierte er Maschinenbau.In den Jahren 1864 bis 1866 arbeitete er als Schlosser in einer Karlsruher Maschinenfabrik.Als Zeichner und Konstrukteur wirkte er von 1866 bis 1868 in einer Mannheimer Firma. 1872 gelang es ihm, mit Hilfe vom Schwiegervater, sich mit einer mechanischen Werkstatt selbstständig zu machen,in der er Metallteile für den Hausbau herstellte. Er machte Versuche mit dem Ziel,einen Verbrennungsmotor zu erfinden,der sich mit Petroleum oder dessen Destillaten statt mit Leuchtgas betreiben ließ. Die Mannheimer Gasmotorenfabrik baute ab 1881 seinen Zweitaktotor System Benz.Das reichte dem Karl Benz nicht,er beschäftigte sich mit der Idee, einen motorbetriebenen,selbstfahrenden Wagen zu schaffen. 1885 erfolgreiche Entwicklung des ersten Dreirad-Motorwagens mit einer Sitzbank für 2 Personen,einem wassergekühlten Viertaktverbrennungsmotor,einem Differential und einem Stahlrohrrahmen. 1893 brachte er seinen Vierrad-Wagen heraus.In den darauffolgenden Jahren bemühte er sich die Leistung seines Motorwagens von ¾ PS auf 1,5 PS beim Modell 3 und bei dem Vierrad-Wagen auf 3 PS zu steigern. Im nächsten Jahr gab es einen von ihm erfundenen Vergaser, bei dem die Kraftstoffzufuhr durch einen Schwimmer geregelt wurde. Seinen ersten Mehrzylinder-Motor baute Karl Benz 1897, in dem er zwei Einzylinder parallel nebeneinander kuppelte. Je schneller die Autos wurden, desto mehr wuchs die Bedeutung der Bremsen, denen man am Anfang fast gar keine Aufmerksamkeit schenkte. Bei den ersten Wagen gab es eine auf die Riemenscheibe wirkende Bandbremse. In den folgenden zwei Jahren entwickelte er die Bremsen immer weiter.Hinzu kam nun auch die Schrägstellung der Lenksäule seiner Motorwagen und den Lenkhebel durch ein Lenkrad zu ersetzen. Die Verbesserung des Wagens schritt immer mehr voran,die Gesellschaft erst mit Mißtrauen gegenüber dem Neuen behaftet,fand nun heraus wie bequem man mit den Wagen eine Reise gestalten konnte.Die Frau von Karl Benz machte es allen vor,indem sie sich von Mannheim nach Pforzheim,rund 100 km entfernt, mit einem Wagen ihres Mannes unterwegs war.Zu damaliger Zeit und als Frau war das schon etwas Besonderes. Im Vergleich hierzu : an dieser Stelle nun den Lebenslauf von Gottlieb Daimler.

Lebenslauf von Gottlieb Daimler

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Er lebte von 1834 bis 1900 und war zweimal verheiratet.Seine zwei Söhne hießen Paul und Adolf. Nach der Schule machte er eine Ausbildung als Büchsenmacher und besuchte danach die Landesgewerbeschule.Von 1857 bis 1859 studierte er Maschinenbau. Erfahrungen sammelte er,inzwischen Ingenieur,in verschiedenen Maschinenbauanstalten in Geislingen,Reutlingen und Karlsruhe.Den Posten eines technischen Direktors der Deutzer Gasmotorenfabrik hatte er von 1872-1882 inne. Er hatte die Idee, daß ein kleiner leichtgewichtiger und schnelllaufender Verbrennungsmotor gebraucht werden würde, um die üblichen Straßenfuhrwerke,Schienenbahnen und Passagierboote beweglicher zu machen. 1867 lernte er den Konstruktuer Wihelm Maybach in der Maschinenfabrik kennen. Als Team arbeiteten die beiden ab 1882 zusammen. Innerhalb eines Jahres entwickelten sie den schnelllaufenden Verbrennungs- motor. 1886 gelang es den beiden, einen Motor in ein Fahrzeug einzubauen und dieses mit Benzin zu betreiben. 1887 wurde aus Daimlers kleiner Werkstatt in seinem Gewächshaus eine kleine Fabrik. Seine jetzt 23 Arbeiter konnte er alleine aus seinem Privatvermögen nicht finanzieren. 1890 wandelte er seine Firma in eine Aktiengesellschaft um. Gottlieb Daimler war mehr an der Fertigung von Motoren interessiert,die in Fahrzeugen wie Motorbooten und Trambahnen eingebaut werden konnten. Obwohl Wilhelm Maybach gute Ideen für Motorwagewagen hatte,war Gottlieb Daimler nach wie vor nicht für die Produktion kompletter Motorwagen zu haben. Das entwickelte sich erst ,nachdem seine Wagen auch im Ausland Erfolg hatten. Bestimmte Firmen wie z.B. Panhard&Levassor oder auch Peugeot sicherten sich die Lizenzrechte, die Daimler-Motoren in ihre Fahrzeuge einzubauen.

Zusammenschluß von Daimler und Benz zu einer Firma

Daimler und Benz hatten bereits viele ihrer Autos in anderen Staaten wie Frankreich,der Schweiz oder Großbritannien verkauft-sogar manchmal mehr als im eigenen Land.Die beiden waren also bereits international tätige Unternehmer,die über die eigenen Landesgrenzen hinaus dachten.Neben Daim- ler und Benz entwickelten um die Jahrhundertwende auch schon mächtige Konkurrenten wie der französische Hersteller Renault und Peugeot Autos. Die Unternehmen Benz und Daimler wuchsen immer weiter.Die Nachfrage nach Automobilen stieg mit dem wachsenden Wohlstand der Bevölkerung. Doch schon bald sollte es der deutschen Wirtschaft und den Menschen im Land sehr schlecht gehen: 1914 brach der 1.Weltkrieg aus ,der vier Jahre lang dauerte und die Produktion der normalen Pkw's stoppte.Jetzt sollten nur die Nutzfahrzeuge gebaut werden, die Soldaten,Waffen und Verpflegung an die Front bringen konnten. Nach dem verlorenen Krieg war es den Deutschen untersagt,Autos ins Ausland zu exportieren.Außerdem war es verboten,Flugzeugmotoren,Flugzeuge und Schiffsmotoren zu bauen. Bei beiden Firmen war die Verkaufslage so schlecht,dass nur noch der Zusammenschluß von Daimler und Benz zu einem gemeinsamen Unternehmen, sie retten konnte. Die Fusion fädelte der Börsenfachmann Jakob Schapiro ein.Er nutzte die schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland aus,um Einfluß auf die Automobilunternehmen zu bekommen. Er kaufte viele Autos zu einem bestimmten Preis,jedoch bezahlte er erst,wenn die Inflation das Geld wieder wertlos machte. Im Jahr 1926 schlossen sich Daimler und Benz zur Daimler-Benz AG zusammen, um sich gegen solche Spekulanten zu wehren. Gottlieb Daimler hat den Zusammenschluß nicht mehr erlebt.Er war zu diesem Zeitpunkt schon 26 Jahre tot.

Von der Fahrzeugwerkstatt zum Unternehmen

Eine schwierige Zeit musste das Unternehmen Daimler-Benz während der Weltwirtschaftskrise durchstehen.Obwohl sie sich nun zusammengeschlossen hatten,steckte das Unternehmen in großen finanziellen Nöten. In dieser Krisenzeit zeigte sich,wie wichtig der einzelne Mitarbeiter für den Erfolg des Unternehmens ist: Im neuen Vorstand regierte mit eiserner Hand der frühere Benz-Mitarbeiter Wilhlem Kissel. Er rationalisierte das Personal von 18124 auf 8850 Mitarbeiter. Trotz dessen fehlte es an Käufern,die genug Geld hatten, um so ein Auto zu kaufen.Viele der produzierten Neuwagen blieben im Lager stehen. In der Nähe von Stuttgart,in Untertürkheim ist die Verwaltung aller Firmenbereiche entstanden.Hier ist auch heute der Hauptfirmensitz der Daimler-Benz AG.Alle Informationen liefen und laufen hier zusammen. Als Adolf Hitler 1933 Reichskanzler geworden war, gab es auch wieder Aufträge für Daimler-Benz. Er begann mit totalen Aufrüstung von Deutschland. Neben Autos wurden aus diesem Grund auch Fluzeugs-,Schiffs- und Scheinwerfermotoren hergestellt. Am 1.September 1939 brach der zweite Weltkrieg aus.Seit Kriegsbeginn arbeiteten alle Industriebetriebe nur für die Rüstung. 1943 wurden bei Daimler-Benz nur noch 52 Autos gebaut. Viele Frauen arbeiteten nun in den Fabriken, ebenso Zwangsarbeiter.Das waren Kriegsgefangene, die gegen wenig oder ohne Bezahlung in den Fabriken unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden. Häufig waren die Fabriken von Daimler-Benz Ziele von Bombenangriffen,weil alle wußten,dass sie Rüstungsgüter produzierten. Am Ende des Krieges waren zwei Drittel von Daimler-Benz zerstört.Somit war an die Produktion von Fahrzeugen erstmal nicht zu denken. Stattdessen wurden amerikanische Fahrzeuge wieder instant gesetzt. Die Entwickler tüftelten an einem Fahrzeug für die Landwirtschaft, das 1948 erstmals vorgestellt wurde: der Unimog. Bald konnten auch wieder Autos, Lastkraftwagen und Busse in den neuen Fabriken hergestellt werden. In der Nachkriegszeit kam die deutsche Industrie langsam wieder in Schwung. Das die Autos mit dem Stern vielen Menschen bekannt wurden,dafür sorgten wichtige deutsche Politiker wie z.B. Konrad Adenauer, auch der Papst sitzt im immer in einem solchen Auto. Die deutsche Wirtschaft erholte nach dem Krieg wieder und erlebt ein Wirtschaftswunder.Bei Daimler-Benz in der Forschungsabteilung herrschte Hochbetrieb,um möglichst schnell neue Modelle auf den Markt zu bringen. Dafür wurden viele Arbeiter gebraucht,die im Ausland angeworben wurden. Es handelt sich um die sogenannten Gastarbeiter , die zu zehtausenden aus Italien nach Deutschland kamen. Die Arbeitslosenzahlen stiegen wieder in den 70er Jahren, die Menschen hatten wieder kein Geld , um einen Mercedes zu kaufen.Durch das Sinken der Verkaufszahlen verloren etliche Arbeiter ihren Job.Die Krise wurde herbeigeführt durch den Krieg zwischen Israel und den anderen arabischen Staaten 1973. Diese Staaten waren der Hauptlieferant für Rohöl . Dadurch das es kein Benzin an den Tankstellen mehr gab , erließ die deutsche Regierung Fahrverbote an Sonntagen: sogenannter autofreier Sonntag. In dieser Zeit überlegten viele Menschen ,was kann gegen die Umweltverschmutzung getan werden.Der Autoverkehr sollte schuld sein. Daimler-Benz nahm sich des neuen Umweltschutzgedanken an und entwickelte neue Autos,die umweltfreundlicher sind,indem sie weniger Benzin verbrauchen und weniger giftige Abgase in die Luft abgeben. Die Unfallzahlen sinken durch verbesserte Schutzmechanismen wie ABS und Airbags.

Eigene Meinung

Mercedes Benz halte ich persönlich für eine der besten Automarken der Welt. An den technischen Eigenschaften wird von Daimler-Benz immer geforscht und getüftelt.Überall auf der Welt ,wo es Verkaufsniederlassungen gibt, sind auch Fabriken angesiedelt.Keine weiten Wege zu den Kunden. Die Silberpfeile,die Rennautos von Mercedes, sind zukunftsweisend.Mit Spannung verfolge die Rennen in der Formel eins. Durch die Entwicklung der Technik in den Silberpfeilen können auch Rückschlüsse für die Sicherheitstechnik in den normalen Autos gezogen werden. Eine weitere Fusion mit Chrysler macht Daimler-Benz zu eine der fünf größten Autohersteller der Welt.In den kommenden Jahren wird man sehen wie es mit der Firma mit Stern weitergeht.

Quellen

Die Mercedes Story von Dr.Harry Niemann Mercedes Benz Personenwagen 1886-1984 von Werner Oswald