Kraftfahrzeugkupplung: Kupplung instandsetzen: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 4. Dezember 2019, 20:38 Uhr

Kupplungsarten

Mechanische Kupplungen: Kraftübertragung durch Reibung

  • Einscheibenkupplung mit Schraubenfedern. Wird verwendet bei PKW als Schaltkupplung.
  • Einscheibenkupplung mit Scheibenfedern. Wird verwendet bei PKW als Schaltkupplung.
  • Zweischeibenkupplung mit Schraubenfedern. Wird verwendet bei LKW als Schaltkupplung.
  • Mehrscheibenkupplung oder Lamellenkupplung. Wird verwendet als Schaltkupplung bei Krafträdern.
  • Fliehkraftkupplung. Wird verwendet bei Mofas als Anfahrkupplung.


Hydraulische Kupplungen: Kraftübertragung durch Strömung

  • Anfahrkupplung. Wird verwendet bei PKW und LKW als Anfahrkupplung.

Störungen

Störungen/Ursachen
Kupplung rückt nicht aus:

  • Kupplungszug gerissen.
  • Belag klebt (längere Standzeit).
  • Mitnehmerscheibe auf der Getriebewelle schwergängig.
  • Kupplungsspiel zu groß.
  • Ausrückhebel verrostet.


Kupplung rutscht:

  • Belag verbrannt, verölt.
  • Kupplungsspiel zu klein.
  • Druckfedern erlahmt.
  • Belag abgenutzt.


Kupplung rupft:

  • Motoraufhängung weich oder lose.
  • Kupplungsscheibe schlägt.
  • Ausrückhebel ungleich eingestellt.
  • Belag teilweise verölt.


Kupplung quietscht:

  • Ausrücklager läuft trocken.
  • Graphitring abgenuzt.
  • Ausrücklager beschädigt.
  • Führungslager unbrauchbar.


Funktion einer Einscheiben- Membranfederkupplung

Einscheiben- Membranfederkupplung

In der Fahrstellung ist die Kupplung eingedrückt und überträgt auf
das Getriebe das vom Motor kommende Drehmoment.
Beim Betätigen der Kupplung wird die Kraftübertragung unterbrochen.
Die Übertragungsfähigkeit ist die wichtigste Voraussetzung für das sichere Arbeiten einer Kupplung.

Sie werden sowohl in Personen- als in Nutzkraftwagen eingebaut und haben die Schraubenfederkupplung fast vollstänig verdrängt.Sie besteht aus folgenden Hauptteilen:

  • Kupplungsdeckel (Gehäuse)mit Druckplatte, Membranfeder, Distanzbolzen, Kippringen, Tangentialblattfedern.Die Druckplatte ist über Tangentialblattfedern mit dem Kupplungsdeckel verbunden.Die Membranfeder stützt sich auf 2 Kippringen ab, die von mehreren Distanzbolzen gehalten werden. Sie wirkt wie ein zweiseitiger Hebel mit den Kippringen als Auflager.
  • Kupplungsscheibe mit Kupplungsbelägen (2 Reibbelagringen), Belagträger und Nabe.
  • Ausrücker mit Ausrücklager.






Instandsetzen



Schwungrad ,Kupplungsscheibe ,Druckplatte



Aus- und Einbauen

  • Reibfläche des Schwungrades auf einbaufspuren und Risse prüfen.
  • Druckplatte auf Verschleiß und Verzug mit Haarlineal und Fühlerlehre prüfen .
  • Sichtprüfung der Nietbefestigungen zwischen Druckplatte und Deckel.
  • Kerbverzahnung mit Molygleitpaster ein schmieren.
  • Kupplungsscheibe auf Zentrierdorn schieben und in das Pilotlager im Schwungrad rein schieben.
  • Druckplatte in die Paarsstifte der Schwungscheibe einsetzen.
  • Zylinderschrauben mit 25 Nm stufenweise über kreuz mit Drehmoment Schlüssel anziehen.
  • Lagerung und Führung des Ausrücklagers mir Fett einschmieren.





Funktionsprüfung

Überprüfung der übeholten Kupplung bei stehendem Fahrzeug auf einfache Weise.

  • Handbremse anziehen.
  • Bremskeile vor die Reifen legen.
  • Motor starten, vierten Gang einlegen, langsamm einkuppeln und gasgeben.
  • Bei einbahnfreier Kupplung muss das Fahrzeug abwürgen.

Aufgaben

Die Kupplung ist im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges als lösbares Bindeglied zwischen Motor und Wechselgetriebe angeordnet.

  • Motordrehmoment auf das Wechselgetriebe übertragen. Über den gesamten nutzbaren Drehzahlbereich des Motor muss dem Wechselgetriebe für alle Fahrsituationen das erforderlich Drehmoment zugeleitet werden.
  • Weiches und ruckfreies Anfahren ermöglichen. Beim Anfahren wird eine Drehzahlangleichung zwischen drehendem Schwungrad und stillstehender Getriebeantriebswelle durch Gleitreibung (Schlupf) durchgeführt.
  • Schnelles und störungsfreies Schalten ermöglichen. Um den Gleichlauf der zu schaltenden Getriebeteile herzustellen, muss der Kraftschluss zwischen Motor und Schaltgetriebe unterbrochen werden.
  • Drehschwingungen dämpfen. Durch die rhythmische Folge der Leertakte des Motors entstehen an der Kurbelwelle Drehschwingungen. Dadurch werden Getriebegeräusche wie z.B. Getrieberasseln minimiert.
  • Motor und Kraftübertragungsteile vor Überlastung schützen. Die Übertragung zur hoher Drehmomente, die z.B. beim Blockieren des Motors entstehen, wird durch Schlupf verhindert.
    Alexch Stasnialav